"Unser Wasser- Kassel"
Initiative Bürgerbegehren gegen die Privatisierung von Wasser in der Region

HNA 24.10.2003

SPD-Antrag: Wasserversorgung nicht privatisieren

 

 

Kassel. Die Versorgung der Kasseler Einwohner mit Trinkwasser soll auch künftig durch die Städtischen Werke gesichert werden. Mit einem entsprechenden Antrag an die Stadtverordnetenversammlung will die SPD-Rathausfraktion deutlich machen, dass Wasser kein handelbares Wirtschaftsgut ist, sondern eine natürliche Ressource und eine unverzichtbare Lebensgrundlage.

"Wir wollen, dass die Wasserversorgung der Stadt Kassel weiterhin durch ein eigenes kommunales Unternehmen gesichert wird", erklärt Harry Völler, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion. Wasserversorgung und privatwirtschaftliche Gewinnmaximierung würden sich nicht vertragen. Die Wasserwirtschaft könne nicht von wenigen Konzernzentralen gesteuert werden.

Für die Sozialdemokraten seien hohe Versorgungsicherheit und Wasserqualität besonders wichtig. Die Güte unseres Trinkwassers und die Standards der Versorgung in Kassel sind nach Meinung der SPD hochwertig und international anerkannt. "Das soll auch in Zukunt so bleiben", so Völler. Bisher hätten Privatisierungen nicht nur zu erheblichen Preissteigerungen, sondern auch zu Qualitätseinbußen geführt. (ACH)