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Klar
gibt es ein Problem, wenn etwa nach der Auflösung der
Kaserne in Fuldatal Einnahmen für Trinkwasser und Abwasser
entfallen und die Leitungsnetze sich als zu groß erweisen.
Dennoch zeugt
die Schlagzeile auf der Titelseite der HNA von einem Tunnelblick,
denn Grundwasser
ist zwar reichlich da, aber nicht
umsonst legen die Städtischen Werke teure Rohre bis in den
Reinhardswald und kämpfen mit Zähnen und Klauen für
das Recht, dort Trinkwasser zu gewinnen.
In Kassel
selbst ist das Grundwasser längst nicht mehr als
Trinkwasser nutzbar. Sind die Schadstoffe von Industrie oder Landwirtschaft
erst einmal ins Grundwasser gelangt, bleiben sie ewig drin. – Kassel
kann ein Lied davon singen, wie teuer die Sanierung von Altlasten
ist.
Gutes
Trinkwasser ist ein kostbares Gut, das auch nicht durch Flaschenwasser
mit
dessen
Anfälligkeit für Keimbildung
zu ersetzen ist. Brauchwasser wäre ein anderes Thema, aber
derzeit haben wir eben nur ein einziges Leitungssystem.
Die indirekte Ermunterung zum verschwenderischen Umgang von Wasser
wird sehr leicht zur Latrinenparole.
Gerade
wegen des engen Zusammenhangs zwischen Trinkwasserqualität
und Grundwasserschutz muss jeder vernünftige Mensch strikt
gegen jede Art der Privatisierung sein, denn dann fallen diese
beiden Dinge zwangsläufig auseinander. Veronika Baier, Kassel
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