"Unser Wasser- Kassel"
Initiative Bürgerbegehren gegen die Privatisierung von Wasser in der Region

HNA 17.3.2005

Hessisches Wassergesetz bleibt heißes Eisen

Dritte Lesung nötig


 

Wiesbaden. Die Novellierung des hessischen Wassergesetzes bleibt nach der zweiten Lesung im Landtag ein heißes Eisen: Zwar hat die CDU nach heftiger Kritik während der Anhörung die Lockerung des Bauverbots in Überschwemmungsgebieten zurückgenommen. Andere Veränderungen der von Umweltminister Wilhelm Dietzel (CDU) vorgelegten Novelle fielen jedoch hinter den Regierungsentwurf zurück, kritisierten SPD und Grüne. Da diese noch im Ausschuss beraten werden müssen, wird eine dritte Lesung nötig.

So hätten CDU und FDP in ihrem gemeinsamen Änderungsanstrag Passagen zu Renaturierung einfach gestrichen und damit dokumentiert, dass sie ökologische Zusammenhänge einfach nicht sehen sollten, kritisierte die Opposition.

Auf Widerstand treffen weiterhin auch die Pläne, die Privatisierung der Wasserversorgung zu ermöglichen. Das Argument des FDP-Abgeordneten Heinrich Heidel, den Kommunen fehle das Geld für notwendige Investitionen lässt Ursula Hammann (Grüne) nicht gelten: Wasser sei keine normale Handelsware, daher müssten die Kommunen im Sinne der Daseinsvorsorge die Kontrolle behalten.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Roger Lenhard verteidigte den Änderungsantrag als "Klarstellung". Es gehe nicht an, dass ökologische Aspekte wirtschaftliche Gesichtspunkte verdrängten. (WET)