"Unser Wasser- Kassel"
Initiative Bürgerbegehren gegen die Privatisierung von Wasser in der Region

HNA 9.7.2007


Privatisierungslobby in der SPD setzt sich durch

Leserbrief zu
"SPD will einen Konzeptwettbewerb zum Verkauf der Städtischen Werke"

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschafft! Die Privatisierungslobby in der Kasseler SPD hat eine satte Mehrheit der Partei zu einer Strategie überredet, hinter der – entgegen aller Wortakrobatik – letztlich doch die Versteigerung der Städtischen Werke an einen Energiekonzern steht. Dann entscheidet die Jahreshauptversammlung der Aktionäre über Preis und Qualität der Grundversorgung mit Strom, Gas und Wasser.

Mit dem so genannten Konzeptwettbewerb wird die Gehirnwäsche mittels Wortverdrehungen fortgeschrieben: 'Konzept' lässt an hochbezahlte Werbeagenturen denken und 'Wettbewerb' an Doping, an die enorme wirtschaftliche Macht und die massive politische Einflussnahme der Energiemonopole.

Die kommunalen Versorger, mit denen man sich zusammen tun will, sind nicht das, was sie scheinen:

Die Braunschweiger 'Stadt'werke z.B. gehören der französischen Veolia; in der Mannheimer MVV-AG sitzt die EnBW; Trianel (Krefeld) plant zusammen mit der Bayer AG eine neue Kohlekraft-Dreckschleuder; Vattenfall, 'Partner' der Städtischen Werke Kassel, glänzt mit Atomunfällen in Forsmark, Brunsbüttel und Krümmel.

Hinter all diesen 'kommunalen' Unternehmen stehen Monopole mit ihren kurzfristigen Interessen nach Maximalprofit. Die bitter notwendige Umstellung der Energieversorgung verlangt jedoch eine sehr langfristige Planung, die sich erst nach vielen Jahren rechnen wird – sie verlangt unbedingt öffentliche Verantwortung.

Veronika Baier, Kassel