Geschafft!
Die Privatisierungslobby in der Kasseler SPD hat eine satte Mehrheit
der Partei zu einer Strategie überredet, hinter der – entgegen
aller Wortakrobatik – letztlich doch die Versteigerung
der Städtischen Werke an einen Energiekonzern steht. Dann
entscheidet die Jahreshauptversammlung der Aktionäre über
Preis und Qualität der Grundversorgung mit Strom, Gas und
Wasser.
Mit
dem so genannten Konzeptwettbewerb wird die Gehirnwäsche
mittels Wortverdrehungen fortgeschrieben: 'Konzept' lässt
an hochbezahlte Werbeagenturen denken und 'Wettbewerb' an Doping,
an
die enorme wirtschaftliche Macht und die massive politische Einflussnahme
der Energiemonopole.
Die
kommunalen Versorger, mit denen man sich zusammen tun will, sind
nicht das, was sie scheinen:
Die
Braunschweiger 'Stadt'werke z.B. gehören der französischen
Veolia; in der Mannheimer MVV-AG sitzt die EnBW; Trianel (Krefeld)
plant zusammen mit der Bayer AG eine neue Kohlekraft-Dreckschleuder;
Vattenfall, 'Partner' der Städtischen Werke Kassel, glänzt
mit Atomunfällen in Forsmark, Brunsbüttel und Krümmel.
Hinter
all diesen 'kommunalen' Unternehmen stehen Monopole mit ihren
kurzfristigen Interessen nach Maximalprofit. Die
bitter
notwendige Umstellung der Energieversorgung verlangt jedoch
eine sehr langfristige
Planung, die sich erst nach vielen Jahren rechnen wird – sie
verlangt unbedingt öffentliche Verantwortung. Veronika
Baier, Kassel
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