Kassel.
In
Hessen zeichnet sich offenbar ein Ende der Versenkung von
Salzabwässern der Firma K+S in den Untergrund ab. Außerdem
ist es unwahrscheinlich, dass sie in Thüringen wieder aufgenommen
wird. Bei der jüngsten Sitzung des runden Tisches zur Werraversalzung
erklärte der Abteilungsleiter Wasser und Boden beim Hessischen
Umweltministerium, Wenzel Mayer, Plattendolomit im Untergrund
könne nicht länger als gesichertes Speichermedium betrachtet
werden.
Ein
erheblicher Teil der versenkten Salzabwässer sei in den Buntsandstein
übergetreten und zum Teil auf diesem Weg als "diffuser Eintrag"
in die Werra gelangt. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass
langfristig die Trinkwasserversorgung in Mitleidenschaft gezogen
werde. Das Wasser sei jedoch nicht akut gefährdet.
Die
Erlaubnis gilt weiter
Die
Erlaubnis aus dem Jahr 2006, Salzlauge in den Untergrund zu versenken, sei aber
weiter gültig. Ihre Rechtmäßigkeit entfalle nicht automatisch,
wenn es neue Erkenntnisse gebe, dass das Grundwasser gefährdet
sei. Eine neue Erlaubnis dürfte aber derzeit nicht erteilt werden.
Der
Leiter des runden Tisches, Professor Hans Brinckmann, stellte
klar, dass sich das Gremium nicht mehr nur mit den sieben Millionen
Kubikmetern Salzabwasser beschäftigen müsse, die in die Werra
eingeleitet worden seien. Rechne man die Versenkungen in den
Boden hinzu, spreche man von einer Menge von 14 Millionen Kubikmetern.
Der runde Tisch will die von K+S vor zwei Wochen beschlossenen
Maßnahmen genauer prüfen. (kle)
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